Vom 5. bis zum 8. September fand die ´´´GIBeT-Herbsttagung an der Hochschule Harz in Wernigerode statt. Das Thema »Studienberatung als Teil des Hochschulmarketing« war umstritten. Eine hohe Teilnehmerzahl jedoch untermauerte, dass die Themenwahl richtig war.

Die Vorbereitung der Tagung erfolgte erstmals allein durch eine Fachhochschule, die damit gezeigt hat, dass auch Fachhochschulen bzw. kleine Hochschulen eine Tagungsausrichtung stemmen können. Ein eigens eingerichtetes Organisationsbüro und nicht die Studienberatungsstelle der Hochschule zeichnete sich verantwortlich für die Tagung. Dieses Team, namentlich Matthias Grünberg, Sascha Thiele, Christian Dannies und ihre Helfer, hat hohe Leistungsfähigkeit bewiesen.
Kundenorientierung - "Denken, wie der Kunde denkt." -, wie sie an der Hochschule Harz gelehrt wird, wurde von den Mitarbeiter/inne/n des Organisationsbüros mit Engagement umgesetzt: Kundenorientierung zeigte sich zum Beispiel in der persönlichen Begleitung der Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die bis zu einer Einführung in die Gebräuche und Gepflogenheiten der Mensanutzung reichte.

Die einführende Rede von Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann, machte deutlich, wie eine kleine Hochschule sich z.B. mit einer funktionierenden Kinder- bzw. Generationen-Uni und zum Teil pfiffigen Ideen, als Hochschule mit eigener Schmalspurbahnstation, vor allem aber mit einer stimmigen Marketingstrategie auch unter widrigen Umständen erfolgreich auf dem Hochschulmarkt behaupten kann. Das Tagungsthema "Studienberatung als Teil des Hochschulmarketing" hätte kaum einen passenderen Veranstaltungsort finden können.

Mit Prof. Dr. Karl Born zum Thema »Moderne Studienwerbung - Grundlagen aus dem Marketing« und Dr. Georg Westermann und Manuela Koch zum Thema »Von der Kompetenz zum Credit - Die Anrechnung von beruflichen Kompetenzen auf das Studium« haben die Ausrichter engagierte wie provokante Referenten aus der eigenen Hochschule gewinnen können, die rege Diskussionen und Fragen der Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer herausforderten.

Eine Vielzahl von Themen wurde in kleinen Arbeitsgruppen intensiv aufgearbeitet und diskutiert. Das Thema »Marketing/Studierenden-/Hochschulmarketing« wurde aus verschiedenen Perspektiven weiter vertieft. Mit Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums aus Wernigerode wurde die Frage beleuchtet »Welche Beratung brauchen wir?« Damit wurde dem personenzentrierten Ansatz der Studienberatung lebendig Rechnung getragen. In anderen Workshops standen psychologische und soziologische sowie hochschulpolitische Hintergründe erarbeitet und sich daraus ergebende Konsequenzen entwickelt. Ein besonderer Dank geht noch einmal an alle, die mit ihrer Vorbereitung der Workshops zum Gelingen der Tagung wesentlich beigetragen haben.
Im Abschlussplenum stand die vom Vorstand vorbereitete Tagungserklärung zum Studierendenmarketing zur Diskussion. Dabei wurde deutlich, dass die Klärung des Begriffe »Marketing«, »Studierendenmarketing«, »Hochschulmarketing«, ihre Berührungspunkte und Abgrenzungen von Studienberaterinnen und -beratern sehr unterschiedlich gesehen wird. Die Diskussion der Tagungsteilnehmer war noch durch das Defizit geprägt, sich mit Marketing auseinandersetzen zu müssen, ohne schon einen klaren Begriff davon zu haben.
Mit einer Einigung auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner im Hinblick auf eine Tagungserklärung wurde der Vorstand beauftragt, die vorgelegte Erklärung anzupassen und auf den Weg zu bringen. An dieser Stelle möchte sich der Vorstand sehr herzlich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Er wird sich bemühen, die damit in Verbindung stehenden Erwartungen einzulösen.
GIBeT_2007_Herbst_Wernigerode.pdf Tagungsbericht | 2.8 M |
Stefan Hatz
c/o Universität Greifswald
Zentrale Studienberatung
Rubenowstraße 2
17489 Greifswald
Tel. 03834 86-1297
Stefan.Hatz(at)gibet.de